GEDANKEN
ÜBER
DAS LEBEN UND DIE LIEBE
von Sabine Maria Toman
Aus
dem Herzen
Liebe
Die
Liebe ist das größte Geschenk
das uns im Leben gegeben wurde
Sie ist die größte Macht
die alles zu ändern vermag
Liebe läßt die Härte schmelzen
und ihre Sanftheit erstrahlen
Sie ist der Weg der Lösungen
der Weg zur göttlichen Wahrheit
in ihr
finden wir Offenbarung
Sie braucht keine Gedanken
denn sie spricht durch unser Herz
Sie wird niemals müde
immer ist sie bereit zu geben
Ist man berührt von der Liebe
so gibt es nichts was noch stärker wäre
in diesem Moment
Sie ist das Ein und Alles
in Gottes wundervoller Schöpfung
und das ewige Tor zur Glückseligkeit
in unseren Herzen.
*
In Liebe
Liebe
wendet sich niemals ab
Liebe - liebt und achtet
es ist nur der Mensch in seiner Unbewußtheit
der- sich selbst - von der Liebe abwendet
Wahre Liebe
ist immer in uns, um uns
und wirkt durch uns
Liebe ist in unseren Herzen
Vertrauen wir auf die Liebe
so fühlen wir
wie sie uns und Jeden von uns
trägt
*
Alles
aus Liebe
Ich bin verletzbar,
weil ich die Liebe lebe
weil ich die Seelen liebe
auf die ich treffe
und mich mit meinem Herzen einlasse
wie schön ist es, sich einzulassen
man wird vielleicht belächelt
die Liebe vielleicht ausgenützt
vielleicht auch nicht verstanden
oder
man
wird ebenso geliebt,
die Liebe in Freude aufgenommen
und in Dankbarkeit geteilt
ganz gleich was geschieht
niemals
möchte ich
die Liebe Gottes in mir
missen
und gleich
ob ich geliebt werde oder nicht
sie immer wieder nur zu geben
es ist schön
zu
lieben und zu geben
*
Große
Liebe
Wie
der Mensch Liebe definiert,
die Liebe sieht
und die Liebe erfährt
ist so facettenreich
Einengende, benützende, willenlose Liebe
manipulierte Liebe
Liebe aus Begrenzungen ...
In unserem tiefsten Innersten
jedoch
sucht wahre und reine Liebe
nach
Erfüllung
Angst und Vorsicht
sperren die Liebe
die wir so zart fühlen
in
einen Käfig
einen Käfig der eigenen Grenzen
Diese
und andere Grenzen zu sprengen
bedeutet Grenzenlosigkeit
Liebe ist grenzenlos
deswegen gewinnt sie soviel
in der Offenheit unseres Herzens
gedeiht sie
zu Tiefe und Bedingungslosigkeit
und
öffnet in uns den Weg für immer
zu grenzenlos
wahrer Glückseligkeit.
*
Liebe und Lebensfreude
Gott
hat uns die Liebe geschenkt
und die Lebensfreude
in unsere Körper gelenkt
Verlieren wir die Liebe
so werden wir leer
und ohne Lebensfreude schwer
den Sinn des Lebens
finden wir nur
indem wir lieben
wir öffnen das Tor zum göttlichen Leben
und werden damit siegen.
.
*
Liebe
ist ein Geschenk
LIEBE
Ist das größte Geschenk
in unserem Leben
aus ihr erwächst,
erschafft
und gedeiht
alle Lebendigkeit
jene Lebendigkeit,
die wir für ein erfülltes Leben
brauchen
*
"Der Baum des Lebens und der Liebe"
Nur die Liebe
vermag dem Leben
wahre Wurzeln zu geben
in schönsten Tönen
läßt sie unser Herz erklingen
ihr göttliches Leuchten
läßt unser Sein
im goldenen Lichte schwingen
mit der Liebe im Herzen
wird unser Baum des Lebens
niemals fallen
sondern im Eins-Sein mit Gott
uns das ewige Leben
erhalten.
"Der Baum des Lebens und der Liebe"
©
Hans Georg Leiendecker
Diese Bilder sind urheberrechtlich
geschützt und dürfen in keiner Form privat oder geschäftlich
verwendet werden.
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*
GOTT
Wer ist Gott?
Für mich ist Gott das größte Wunder
Wir können viele Ausdrücke für ihn finden
die Worte für ihn sind grenzenlos
Seine Kraft ist in uns
wir können sie fühlen
und mit unseren Herzen sehen
Es wurde mir eine Geschichte erzählt,
von einem Mann
der nicht an Gott glauben konnte.
Und er wurde gefragt:
Können Sie ein OHR erschaffen? Oder ein solch gewaltiges
UNIVERSUM? Alle jene Dinge, die sich die Wissenschaft bisher
nicht erklären konnte? Können Sie den Menschen ATMEN
lassen,
ohne daß er dazu etwas bewußt tun muß es
passiert einfach!"
Der Mann war sprachlos und erstaunt. Er konnte die Fragen nicht
beantworten. Er sagte, er brauche Zeit und müsse nochmals darüber
nachdenken.
...
Wir fragen, ob es Gott gibt.
und zweifeln es an
weil wir an uns selbst zweifeln
und
am Göttlichen in uns.
Lange Zeit wußte ich nicht
wie
ich ihn richtig finden, "sehen" oder fühlen kann
immer wieder habe ich nach ihm gerufen
Menschen nach ihm befragt
die Natur besucht
habe sovieles gesehen
und gleichzeitig nichts gesehen ...
aber irgendwann fand ich Ihn
in der Stille,
in der Ruhe und Tiefe meines Herzens:
Jetzt weiß ich
wo er sich "nicht verborgen" hielt:
mein Körper ist Sein Tempel
Er wohnt in meinem Herzen,
Er ist meine Seele
und mein Geist
blicke ich hinaus
so sehe ich ihn überall
die Natur ist Er,
der Himmel und die Erde sind Er
'
in jedem Menschen
ist seine Liebe und Größe eingewirkt
so
wie ich ihn "fühle"
bedarf es keiner Frage mehr
Er ist die Kraft zum Guten
und begleitet uns immer
aus Herzen nehme ich Teil
an seiner Schöpfung
in stiller Dankbarkeit
*
GOTT
achtet das Plus und das Minus
In dieser Schöpfung dürfen wir
alles Erkunden
ob Gut oder Schlecht
Gott unterscheidet nicht
er gibt uns die Wahl die Auswahl
gibt uns Möglichkeiten
zur Erkenntnis
gibt uns die Möglichkeit
zu betrachten,
... was die Schöpfung in sich trägt
Als
Menschen können wir in Erfahrung bringen
- was immer uns sehnt -
und können uns immer wieder
von Neuem entscheiden
wofür wir uns entscheiden
- dafür was uns förderlich ist,
uns hebt und uns trägt
- oder dafür was uns in die Tiefen bringt
und unser Bewußtsein vom Wohlsein trennt
Gott
richtet nicht
wir sind es selbst die es tun
Öffnen wir Ihm
in unserem Herzen die Türe
so erfahren wir höchste Glückseligkeit
Wir
erfahren in uns
den Himmel auf Erden
der Himmel, der immer in uns ist
und uns niemals verlassen hat
sondern als Keim
in uns wartet
aufzugehen
*
Geben
Gib,
weil du aus Herzen geben möchtest
frage niemals, ob du etwas dafür zurückbekommst
nicht meine Liebe
nicht meine Freude oder Wärme
oder ein gutes Gefühl
denn dann würde die Liebe verkauft
Gib,
weil du aus Herzen geben möchtest
frage nicht danach, was du tun sollst
oder wie du helfen sollst
Tue
es, weil du es fühlst,
oder hilf, weil du es fühlst
und tue es, weil du es tun möchtest
Gib,
weil du dich dabei frei fühlst
aber frage nicht danach
was und wie und wieviel du gibst
wenn du dies wirklich aus deinem Herzen möchtest
Gib
weil du die Möglichkeit hast zu geben
aber fröhne nicht mit dem Gefühl oder dem Gedanken geholfen
zu haben
sondern nur, weil dir diese Möglichkeit von Gott gegeben wurde
und verlange keine Dankbarkeit dafür
Gib
niemals
weil du dich verpflichtet fühlst
gegenüber der Liebe oder dem Partner
den Freunden, den Kollegen,
oder wem auch immer
Gib
nicht,
wenn du dir selbst unsicher bist
Gib nicht, wenn du verzweifelt bist,
weil du dem anderen irgendwie helfen willst
oder weil du dich selbst leer fühlst
Gib
nicht,
um dein Ego zu bestärken
Gib nicht, um dir ein Ruhekissen zu geben
oder um deinen Wissensdurst zu stillen
- das Wissen der Neugierde
Gib nicht, weil du selbst nicht weiter weißt
nur dann ist geben wirklich frei
Gibst
du,
wenn du auch nur die geringste Kleinigkeit zurück möchtest
so wird dadurch Trennung initiiert
wird zum gegenseitigen unausgesprochenen
Fordern und Erwarten
es sind Fesseln die man niemandem anlegen darf
es sind Fesseln die das Ego fördern
und das Herz trennen
Niemand
ist Jemandem etwas schuldig
sonst wird der Beschenkte zum Schuldner gemacht
und umgekehrt
Es
ist besser nicht zu geben,
wenn es nicht in Freiheit passiert
ansonsten befreie dich vom Geben
und tue es nicht.
Geben
ist ein innerer klarer Entschluß
in einer klaren inneren Antwort
in klarer Bewußtheit
und bedarf keiner weiteren Frage
Gib
nur dann, wenn es frei aus deinem Herzen kommt
sonst wirkt es auf alles zerstörerisch
Denn dem Geben wohnt der unendliche Dank
der Schöpfung inne
Das
was du frei gibst,
kommt mit gleicher Liebe zu Dir zurück
... unendlich zurück ...
*
Neugierde
Manche
Menschen fragen,
so daß sie ihre Neugierde
und ihren Wissensdurst stillen
aber vergessen die Antwort die sie erhalten
schon im nächsten Moment
damit war es wichtig, daß sie wissen
sie fragen -, um ihr "scheinbares" Mitleid kundzutun
oder sich Sorgen zu machen
so daß man spüren "soll", daß sie Anteil
nehmen
es ist dies kein Anteil nehmen,
sondern zieht noch mehr in die Tiefe
sie haben sich selbst gesättigt damit,
daß sie informiert wurden
und "leer" wissen
und den Befragten haben sie
ebenso leer zurückgelassen
Nur wahre Worte aus dem Herzen
geben Kraft und Mut
für neue Schritte.
*
Sexuelle
Lust
Sexuelle Lust
ist ein Geschenk Gottes
Wie
heiligt man sie als Mensch?
Verfällst
du zu tief in sie
so trennt sie dich von der Herzensliebe
und sie trennt dich von deinem Partner
und die Liebe
die euch verbindet
je tiefer man der reinen Lust verfällt
wird die Sehnsucht nach dem Trieb groß und noch größer
sie erschafft Bilder - in Gedanken und Gefühlen,
sie erschafft gleichzeitig damit auch Realität
und die Sehnsucht und der Trieb,
dies, mit vielen Unbekannten zu teilen
die dieser Lust genauso fröhnen - verstärkt sich und findet
sich
um die Lust und die Sucht noch weiter damit zu erhöhen
Fühlst
du die Lust jedoch gleichzeitig mit deinem Herzen
so wird die Herzensliebe verstärkt
konzentriere dich auf die Herzensliebe
und du wirst mit deinem Partner noch tiefer eins
dann wird die Lust getragen von der Liebe
und entfaltet tiefe Seeleneinheit
die nichts Unbekanntes benötigt,
sondern sich in tiefer Seelenfreude
und dem Partner Deines Herzens
- deiner großen Liebe
als Erfüllung öffnet
machen wir sie zum Gebet
so wird sie zur Lebensfreude und
in uns zur göttlich spendenden Lebenskraft
Leben
wir unsere Lust nicht, so ersticken wir sie
und irgendwann kommt sie zum Ausbruch
sie will gelebt werden in Freude und in Liebe
sie kann durch den Geist transformiert werden
durch
die Liebe in unserem Herzen erhöht
und durch die Verbindung mit Gott eins werden.
Wenn wir sie jedoch niemals kennengelernt
und in uns gefühlt haben
werden wir auch nie wissen, damit umzugehen
werden wir nicht wissen
welche Bedeutung sie in sich trägt
und wir lernen die zwei Seiten ihres Daseins -
für welche Seite entscheiden wir uns:
Lust auf Trieb
... oder ...
Lust, die die Liebe göttlich erhoben hat.
*
GOTT und seine Schöpfung,
DU und ICH
Irgendwann
sah Gott aus dem Fenster und er sah eine wunderbare Schöpfung
vor sich
Er blickte andachtsvoll hinaus und war sich zum ersten Mal bewußt,
was er hier sah
Die Natur, die Tiere, die Pflanzen, die Farben, die Sonne, ein Regenbogen.
Dies alles war so vollkommen und komplett, es fehlte an nichts.
Es war alles in einer nicht zu beschreibenden Harmonie, pulsierte
und lebte
Und dieses Pulsieren steckte Gott an, und er begann neugierig zu werden
Er wollte richtig fühlen, wie es ist, dort draußen, in
diese Schönheit einzutauchen
Und er fragte sich gleichzeitig, wie konnte ich dies alles übersehen,
ein Leben lang übersehen
Ich habe wohl schon immer diese Pracht und Herrlichkeit getastet und
gefühlt.
Aber noch nie habe ich so tief empfunden, wie heute.
So beschloß Gott allen Mut zusammenzunehmen und offenen Gefühles
bereit
In dieses unsagbare Meer von Freude und Liebe einzutauchen.
Er lief mit weiten Armen über die Wiesen, sein Herz und seine
Seele bekamen Flügel
Und er flog mit den Schmetterlingen von Blume zu Blume, von Nektar
zu Nektar,
er flog über das Grün und über alle Farben der Schöpfung,
er fing die Sonnenstrahlen auf in seinen Händen, kniete zu Boden
und küßte die Erde, umarmte im Geiste den Regenbogen
wanderte über ihn hinauf, auf seinen höchsten Punkt und
betrachtete die Schöpfung von oben.
Hier, hoch oben, begann er zu weinen vor Glück und Freude,
vor Schmerz der Unfassbarkeit, noch nie hatte er so gefühlt.
Seine Tränen rollten über den Regenbogen und erfüllten
die Gewässer der Erde mit Seelentiefe, seine Tränen glitzerten
und befruchteten die Erde, und alles war auf ihr gedieh. Himmel und
Erde begannen zu verschmelzen,
und den Reigen den sie tanzten, brachte die zartesten und wundervollsten
Klänge allen Seins hervor.
Alle Wesen der Schöpfung betrachteten aufgeregt dieses Geschehen
Die Liebe Gottes glitt von der Erde hoch hinauf zum Himmel, durch
die Himmel hindurch
Durch viele Dimensionen ... bis weit hin ... zum Ursprung ...
dort war alles reines, weißes Licht er war angekommen
an der Quelle allen Lebens
er war in Gott.
Und
da erwachte Gott in sich selbst - und sah sich selbst als Gott
Und er sah sich gleichzeitig als Mensch
Dieser Mensch, der da schwebte von der Erde in die Himmel
Wo Er verschmolz ... mit allem ...
Und dieser Mensch war sich plötzlich Gott bewußt
Er war Mensch und er war Gott.
Jede Trennung und jeder Zweifel ward aufgehoben.
Und er dachte, wie schön war es, daß ich "schlafen"
durfte,
und wie wunderbar ist es nun, vom Nektar der Erkenntnis zu trinken.
Immer ward alles richtig, und niemals wird dies anders sein
Ob ich träume oder schlafe,
ob ich wache oder verschmelze
Endlose Schöpfung, wie sehr liebe ich Dich!
*
Jänner-Beginn
Es
ist die letzten Tage sehr kalt gewesen. Und, es gab Schnee! Wundervollen
Pulverschnee. Dies alles, mitten in einer Großstadt.
Ich erwache an diesem neuen Morgen, diesem neuen Tag, der neuen Woche,
und blicke hinauf zu meinen Dachflächenfenstern. Der sonst durch
das Fensterglas scheinende blaue Himmel, ist weiß. Die Fenster
im Norden sind nun dicht verschlossen mit Schnee, die Fenster Richtung
Osten jedoch lassen die ersten Sonnenstrahlen zwischen den glitzernden
Schneekristallen durchblitzen. Die Sonne erwärmt den Schnee und
trotz der noch vorhandenen Kälte, beginnt der Schnee hier langsam
zu schmelzen. Es ist wie ein Zauber. Alles funkelt und glitzert. Und
wirft die rötlich-goldenen Strahlen in meine Dachpyramide. So
erwache in an diesem Morgen, und werde von der Natur so wunderbar
begrüßt.
Ich küsse meine Innenhandfläche und schicke diesen Kuß
hinauf zu den Sonnenstrahlen in meinen Dachgiebeln. Wunderschönen
Guten Morgen, Himmel und Erde!
So selig ruhig ist meine Wohnung morgens. Abgeschirmt, hier oben,
vom angehenden Pulsieren einer Großstadt.
Gestern habe ich mir gewunschen, es möge nochmals schneien, und
daß dicke Schneehauben überall zu tragen kommen.
Als ich nun mein Wohnzimmer betrete, und zu meinem Mini-Balkon blicke,
sehe ich, daß mein Wunsch erfüllt worden ist. Mein Gott
ich danke Dir aus meinem tiefen Herzen. Mein kleiner Balkon ist hoch
überhäuft mit Wolkenschnee. Unaussprechlich hohe Hauben,
haben sich gebildet in dieser Nacht. Und ebenso ist auch die Umgebung
im Außen, die Dächer der umliegenden Häuser - mit
Schnee überzogen.
Ich zeichne in den Schnee ein großes strahlendes Herz, als Danke
an Gott, die Natur und die Erfüllung meines Wunsches.
Es ist, als wäre ich irgendwo tief in den Bergen, wo man
aus einer warmen Holzhütte - durch die Eiskristallfenster hinausblickt
- in eine Märchenlandschaft aus Weiß. Ja, es fühlt
sich an - wie Winterurlaub - und man vergißt ganz, in der Stadt
zu sein. Gott ist immer und überall. Auch hier, kann man dieses
Gefühl erleben.
Ich bin so glücklich dies zu sehen und meine Seele durchdringt
alle Zellen meines Körpers mit Freude. Was ein einfacher Blick
aus dem Fenster bewirken kann.
Der heutige Morgenhimmel ist strahlend blau. Eine Wintermärchenlandschaft.
Aus meinem tiefen Herzen, begrüsse ich diesen neuen und reichen
Tag, öffne die Balkontüre, die Richtung Süden blickt,
und sehe seitlich in Reih und Glied gurrende Tauben
am Gesimse sitzen. Sie sitzen, dick geplustert, inmitten des Schnees
und erwärmen genießerisch ihre Körper in den Sonnenstrahlen.
Sie blicken neugierig zu mir herüber und strecken ihre Köpfe
nach mir, mich beobachtend.
Es ist heute auf den Straßen sehr friedlich. Wo sonst Hektik
und Streß zu spüren ist, ist heute Ruhe und Frieden eingekehrt.
Es fühlt sich wundervoll an. Ist es der Schnee, und die so gute,
gereinigte Luft, welche die Menschen in dieser Stadt heute so wunderbar
sanft stimmt. Die Menschen fühlen an solchen Tagen die Natur
direkt und intensiv, was in Städten sonst nicht der Fall ist.
Der Schnee macht die Natur für sie greifbar. Auch wenn sie
nur kurz - auf dem Weg in ihre Büros, damit in Berührung
kommen.
Die Natur hilft dem Menschen, sich zu entspannen, sich zu erfreuen,
und dichte als auch dunkle Gedanken und Gefühle loszulassen.
Dieser Morgen besitzt wieder etwas sehr Heiliges. Ich stehe nun ruhig
in der Mitte meines Wohnzimmers und genieße die Lichtspiele
vom Außen ins Innen des Raumes.
Der Himmel, der Schnee, alles wirkt so nahe, und die Sonne erreicht
mit ihren Strahlen die entferntesten Bereiche meines Wohnzimmers.
Meine Pflanzen - wundervolles, immer größer wachsendes
Zyperngras - strecken sich diesem Sonnenlicht entgegen. Sie dehnen
ihre Aura weit über ihre Blattdächer hinaus. Die Glasglöckchen
vor der Balkontüre lassen die Sonne in sich blitzen, und verteilen
ihr Funkeln im Raum. Die geschliffenen Glaskugeln bringen die Regenbogenfarben
in diese wundervolle Atmosphäre, und auch sie verteilen weitreichend
dieses Farbenspiel über alle Wände, durch ihr langsame Drehen
in der warmen Luft.
Alle meine Pflanzen erhielten von mir eine strahlende Lichtkugel um
ihre Kronen manifestiert. So daß sie auch im Winter gedeihen
können und um ihnen das fehlende Außenlicht durch diese
kleinen Lichthimmel zu ersetzen. Sie fühlen sich
sichtlich wohl damit.Man spürte jedoch dennoch ihre große
Freude, wenn sie das Farbspektrum der Sonne berührt.
In meinem kleinen Calcitbrunnen, spiegeln sich die Sonnenstrahlen
ebenso, dort wo das Wasser über den Stein entlang in die Schale
fließt. Seine Farbe ist Orange und er gibt dem Raum in diesem
Bereich die Kraft der Freude, und wirkt durch seine sanfte Musik glücksbringend
auf meine Körperzellen. Sein zartes Plätschern bringt die
Imagination eines kleinen, sanft fließenden Baches in den Raum.
Die ganze Wohnung strahlt und ist erhellt, in der Kraft des Sonnenlichtes
dieses morgens. Es leuchtet das einladende und glückliche Blau
des Himmels zu mir herein, und man fühlt die Klarheit, dieses
reinen Wintermorgens, hier, im Schutze der Wärme des Raumes.
Man spürt, trotz der klirrenden Kälte, das magische Gefühl
in sich hinausgezogen zu werden, um diesen Tag zu ehren. Es ist dieses
Gefühl, wie bei einem Frühlingsmorgen, wo man die Fenster
öffnet, und nun alles in Bewegung bringt, um die Göttliche
Schöpfung in voller Fülle zu leben. Da dieser Morgen jedoch
sehr kalt ist, ist dies, ein erstes inneres Vorgefühl auf die
kommenden erfüllenden Gefühle, des nahenden Frühlings.
Noch, darf man sich zurückziehen.
So erfreue ich mich später an einem - die Seele berührenden
Spaziergang, in diesem wundervollen Weiß.
Pulverschnee, welcher ohne einen Laut - mit jedem Schritt in
hohen Bogen weg von den Schuhen stobt, und wieder lautlos zu Boden
fällt. Um sich mit den restlichen Glitzerkristallen wieder zu
verbinden. Ich mache es mir immer und immer wieder bewußt, wie
wundervoll dies alles ist.
Zu rasch vergießt man, übersieht man oder gewöhnt
man sich an diese Besonderheiten, mit welchem uns die Natur so reich
beschenkt. So genieße ich auch die Kälte. Es hat nur Minus
4 Grad, und doch fühlt es sich an, als hätte es Minus 15
Grad. Die Luft ist befreiend. Die Lungen öffnen sich, und der
Sauerstoff gibt den Körperzellen Leichtigkeit. Und so wie sich
die Himmel heute geöffnet haben, so, öffnen sich auch die
beglückenden Gefühle in meinem Körper. Ich genieße
und genieße.
Danach zieht es mich wieder in die Wärme meiner Wohnung.
Und ich bedanke mich bei Gott für diesen prächtigen und
einmaligen Tag.
Für alle Glücksmomente und Glücksgefühle, für
die Freude und die Liebe die ich empfinden darf, für die Stille
in meinen Räumen, und die segensreichen Momente der nicht-sprechenden,
jedoch dennoch märchenerzählenden Sonnenstrahlen, dieses
Tages.
Ich danke dir, meine große Liebe, Gott.